Ein Team von Akademikern hat eine neue Webbrowser-Erweiterung entwickelt, die Popups zur Cookie-Einwilligung automatisch ablehnt.

Die von Forschern bei Google und der University of Wisconsin-Madison entwickelte CookieEnforcer-Erweiterung navigiert durch das Labyrinth von Menüs, die die Möglichkeit verbergen, nicht unbedingt erforderliche Cookies im Namen des Benutzers abzulehnen.

Wie in einem Anfang dieses Monats veröffentlichten Artikel erläutert, analysiert die Erweiterung das Rendering-Modell von HTML-Elementen, um Cookie-Hinweise zu identifizieren, bevor sie die erforderliche Klicksequenz zuweist. Eine Bewertung der Genauigkeit ergab, dass die Erweiterung in 91 % der Fälle wirksam war.

Die Implementierung von Cookies von Drittanbietern, die verwendet werden, um Personen im Internet zu verfolgen, um gezielte Werbemaßnahmen zu informieren, ist seit langem Gegenstand heftiger Debatten.

Auf der einen Seite gibt es Unternehmen wie Google, die argumentieren, dass Tracking-Technologien Geschäftsmodelle unterstützen, die den universellen Zugriff auf Webinhalte und -dienste sicherstellen. Aber auf der anderen Seite gibt es diejenigen, die denken, dass unsere Privatsphäre ein zu hoher Preis ist und dass es Möglichkeiten gibt, den Wirtschaftsmotor des Internets zu überholen.

Um die Transparenz der Datenerfassungspraktiken zu erhöhen, wurden weltweit Vorschriften wie die DSGVO eingeführt, die Websites dazu verpflichten, die ausdrückliche Zustimmung der Benutzer einzuholen. Es ist jedoch nicht klar, ob diese Regeln aus Sicht des Datenschutzes zu einem Nettogewinn geführt haben.

„Cookie-Hinweise informieren Benutzer über die Art der Cookies, die die Website speichert, ihren Zweck und in vielen Fällen über die Optionen, sie zu kontrollieren. In ihrer derzeitigen Form leiden Cookie-Hinweise jedoch unter Usability-Problemen.

„Frühere Arbeiten haben gezeigt, dass diese Überprüfungen obskure Muster verwenden, um Benutzer dazu zu manipulieren, Entscheidungen zu treffen, die für Websites geeignet sind, die die Privatsphäre der Benutzer gefährden.“

Anfang dieses Jahres wurden Facebook und Google von der französischen Datenschutzbehörde für genau diese Praxis mit einer Geldstrafe in Millionenhöhe belegt, was die Beteiligung der letzteren an der Entwicklung von CookieEnforcer zu einer wunderbaren Ironie macht.

Anstelle neuer Vorschriften, die vor manipulativem Verhalten wie diesem schützen oder die Verwendung von Cookies insgesamt verbieten, beseitigt CookieEnforcer die Reibung, die mit der Platzierung der Option zum Ablehnen von Cookies von Drittanbietern verbunden ist.

Leider ist die Erweiterung noch nicht öffentlich verfügbar. Das Forschungsteam sagt, es arbeite an einer allgemeinen Veröffentlichung, hat aber noch keinen bestimmten Zeitplan angeboten.

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