Sony ist jedoch bereit, Bewegungen im Metaversum einzufangen

Sony versucht sich an der Metaverse mit neuen Bewegungserfassungsgeräten, die zusammen als Mocopi bekannt sind.

Das Mocopi-System besteht aus sechs farbcodierten Sensoren und zielt auf wichtige Körperteile einer Person – Kopf, Hüfte, Handgelenke und Knöchel – ab, wobei es entweder Klettverschlüsse oder einen Clip verwendet, um Bewegungen über eine Telefon-App zu erfassen. Mit dieser Technologie können Benutzer einen Avatar im Anime-Stil in Echtzeit steuern, um Videos zu erstellen oder sich mit Leuten auf kompatiblen Metaverse-Diensten wie VRChat abzuhängen. Es ähnelt einem großen Bewegungserfassungssystem im Hollywood-Stil, jedoch ohne die dedizierte Ausrüstung und Bediener. Laut der Ankündigung erwartet Sony, dass Mocopi Content-Erstellern hilft, die „an der Film- und Animationsproduktion beteiligt sind“, und die Entwicklung in Schlüsselbereichen wie Fitnessplattformen erleichtert. (öffnet in einem neuen Tab)

Glaubt man dem Vorschauvideo (öffnet sich in einem neuen Tab), ist Mocopi ziemlich genau. Der Avatar folgt genau den Bewegungen einer Person, während sie läuft, tanzt und sogar lippensynchron arbeitet. Sobald dies erledigt ist, können Benutzer das sich bewegende Avatar-Video in der mobilen App ansehen.

Beschreibung

Die Sensoren selbst haben einen Durchmesser von 32 mm (etwas mehr als einen Zoll) und wiegen 8 Gramm (0,28 Unzen). Sie werden mit Batterien betrieben und werden mit einem Ladekoffer geliefert, sodass Benutzer sich keine Sorgen machen müssen, sich in Kabeln zu verheddern. Laut der Mocopi-Produktseite (öffnet sich in einem neuen Tab) hat jeder Sensor eine Batterielebensdauer von bis zu 10 Stunden, je nach Nutzungshäufigkeit. Sie sind sogar IP65-zertifiziert, was bedeutet, dass sie absolut staubdicht sind und Spritzwasser standhalten.

Das Setup scheint auch ziemlich einfach zu sein (wird in einem neuen Tab geöffnet). Jedes Laufwerk verbindet sich über Bluetooth LE mit Smartphones, aber Sie müssen während des Kopplungsvorgangs ruhig bleiben, um eine erfolgreiche Verbindung herzustellen. Dann kalibrieren Sie die Sensoren, damit der Avatar korrekt synchronisiert wird.

Videoaufnahmen werden als MP4-Datei mit einer Auflösung von 1080p (1920×1080) und einer Bildrate von 30 fps gespeichert. Die Bewegungsdaten selbst werden separat aufgezeichnet, die zur weiteren Animation auf einen PC hochgeladen werden können. Wenn Ihnen der Anime-Stil des Avatars nicht gefällt, können Sie Ihren eigenen hochladen.

Sony wird am 15. Dezember ein Mocopi Software Development Kit (SDK) bereitstellen, mit dem kreative Benutzer benutzerdefinierte Assets erstellen können. Bewegungsdaten können auch in 3D-Entwicklungssoftware wie Unity Game Engine und MotionBuilder bearbeitet werden. Die vollständige Liste der unterstützten Software ist noch nicht bekannt, aber diese Informationen werden am 15. Dezember mit dem SDK veröffentlicht.

Mocopi wird exklusiv in Japan erhältlich sein, wenn es Ende Januar 2023 für 49 Yen (ca. 500 €) zusammen mit der offiziellen App auf den Markt kommt. Vorbestellungen beginnen Mitte Dezember. Es ist unklar, ob Mocopi eine internationale Veröffentlichung sehen wird oder nicht, aber da die App vollständig auf Englisch ist, ist dies durchaus möglich. Darüber hinaus ist Sony kein Unbekannter darin, seine Technologie an willige ausländische Käufer zu exportieren.

Die Zukunft der virtuellen Realität

Sicher, Mocopi ist großartig, aber es ist noch zu früh, um zu sagen, ob er die Leute davon überzeugen kann, dem Metaversum beizutreten oder nicht. Ein Teil des Zögerns ist die hohe Eintrittsbarriere, seien es teure Kopfhörer, das Fehlen einer großartigen App oder, im Fall von Sony, die eingeschränkte Smartphone-Unterstützung. Laut der Produktseite von Mocopi müssen Android-Nutzer eines der sechs Sony Xperia-Modelle wie das 5 IV besitzen, um die App nutzen zu können. Die Auswahl an iOS-Geräten ist jedoch viel größer, vom iPhone 12 bis zum iPhone 14 Pro Max. Dennoch könnte die Übergabe der VR-Technologie in die Hände der Benutzer nur der Schub sein, den das Metaverse braucht, um in den Mainstream einzudringen.

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