Da die russische Invasion in der Ukraine weitergeht, hat der Vorsitzende von Microsoft, Brad Smith, angekündigt, dass das Unternehmen alle neuen Verkäufe seiner Produkte und Dienstleistungen im Land einstellen wird.

In einem neuen Blogbeitrag erklärte Smith, dass Microsoft viele Aspekte seines Geschäfts in Russland in Übereinstimmung mit Regierungssanktionen schließt, da es eng mit den Regierungen der USA, der EU und des Vereinigten Königreichs zusammenarbeitet.

Der Softwareriese hat sich einer wachsenden Liste von Unternehmen angeschlossen, darunter Apple, Dell und andere, die ihre Produkte nach neuen US- und EU-Sanktionen gegen das Land nicht mehr in Russland verkaufen werden. Inzwischen hat Google gerade bekannt gegeben, dass es alle Online-Anzeigenverkäufe im Land zurückgezogen hat.

Microsoft hat auch das russische Staatsmedium RT aus dem Microsoft Store verbannt und es zusammen mit Sputnik in seiner Bing-Suchmaschine herabgestuft.

Ukraine Cybersicherheitsschutz

Neben der Aussetzung des Verkaufs seiner Produkte und Dienstleistungen in Russland arbeitet Microsoft auch eng mit Cybersicherheitsbeamten in der Ukraine zusammen, um die Regierung des Landes und seine Infrastruktur vor russischen Cyberangriffen zu schützen. Tatsächlich hat das Unternehmen kürzlich dazu beigetragen, einen Cyberangriff abzuwehren, der gegen einen großen ukrainischen Sender gestartet wurde.

Nur wenige Stunden vor Beginn der russischen Invasion in der Ukraine identifizierte Microsofts Threat Intelligence Center (MSTIC) eine neue Malware namens FoxBlade. Während das Unternehmen die ukrainische Regierung und Unternehmen im Land technisch beriet, um zu vermeiden, Opfer zu werden, wurden die Signaturen, die zur Erkennung von FoxBlade-Aktivitäten verwendet wurden, innerhalb von drei Stunden nach Entdeckung der Malware zu Microsoft Defender hinzugefügt.

Microsoft ist auch weiterhin besorgt über die jüngsten Cyberangriffe auf zivile digitale Ziele, darunter den Finanzsektor, den Agrarsektor, Notfalldienste, humanitäre Hilfsmaßnahmen und Organisationen des Energiesektors in der Ukraine. Diese Angriffe auf zivile Ziele geben Anlass zu ernsthafter Besorgnis gemäß der Genfer Konvention, weshalb das Unternehmen alle ihm vorliegenden Informationen an die ukrainische Regierung weitergegeben hat.

Die Wohltätigkeitsorganisation von Microsoft, Microsoft Philanthropies, und ihre Teams für UN-Angelegenheiten arbeiten auch eng mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und verschiedenen UN-Organisationen zusammen, um ukrainischen Flüchtlingen zu helfen, indem sie Technologieunterstützung und Finanzierung für große NGOs bereitstellen. Das Unternehmen verteidigt diese Gruppen jedoch auch vor laufenden Cyberangriffen.

Selbst wenn der russische Präsident Wladimir Putin heute beschließt, die Invasion des Landes in der Ukraine abzubrechen, wird es wahrscheinlich einige Zeit dauern, bis Microsoft und andere Unternehmen, die ihre Verkäufe nach Russland ausgesetzt haben, wieder Geschäfte mit dem Land machen.

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