Die britische Regierung hat Pläne angekündigt, die Rundfunkgebühren der BBC im Rahmen einer umfassenden Überarbeitung des langjährigen Finanzierungsmodells für zwei Jahre einzufrieren.

Kulturministerin Nadine Dorries teilte dem Parlament mit, dass die Gebühr bis April 159 bei 2024 Euro bleiben und dann entsprechend der Inflation steigen würde, bis die derzeitige Royal Charter am 31. Dezember 2027 ausläuft.

An dieser Stelle deutete Dorries an, dass die Regierung hoffe, mit der BBC ein neues Finanzierungsmodell ausgehandelt zu haben.

Die erstmals 1946 eingeführte jährliche Rundfunkgebühr der BBC wird von jedem Haushalt erhoben, der BBC-Live-TV-Kanäle oder Online-Programme (einschließlich BBC iPlayer) über jede Form der Übertragung nutzt, sei es über einen Smart-TV oder Laptop/Tablet.

Die zweijährige Überprüfung der Regierung zielt darauf ab, die Frage zu beantworten, ob „eine obligatorische Lizenzgebühr angemessen ist“ in der aktuellen Wirtschaftslage.

Aber wenn die Rundfunkgebühren bis 2027 komplett abgeschafft wären, wie würde das Finanzierungsmodell der BBC in Zukunft aussehen? Hier sind drei Möglichkeiten.

Subskriptionsfinanzierung

Ohne Finanzierung aus der Lizenzgebühr könnte die BBC gezwungen sein, ein ähnliches Modell wie Netflix und Prime Video einzuführen, bei dem Kunden freiwillig eine monatliche oder jährliche Gebühr zahlen, um auf bestimmte Programme und Dienste des Senders zuzugreifen.

Eine abonnementbasierte BBC würde jedoch wahrscheinlich mehr kosten als der aktuelle Dienst, da viele Haushalte, insbesondere diejenigen, die derzeit die Lizenzgebühr zahlen, ohne sich um BBC-Programme zu kümmern, möglicherweise aussteigen.

Allerdings müsste die BBC ihre Abonnementspreise für die meisten Haushalte erschwinglich halten, unserer Ansicht nach näher bei 4,99 €/m als bei 9,99 €/m, was die Jahreseinnahmen des Senders erheblich verringern könnte.

Netflix auf dem Fernsehbildschirm mit Füßen vorne und Fernbedienung in der Hand

Derzeit haben etwa 214 Millionen Menschen Netflix abonniert. (Bildnachweis: Vantage_DS/Shutterstock)

Werbung

Ein alternatives (und vielleicht wahrscheinlicheres) Finanzierungsmodell könnte die Einführung von Werbung in das Programm der BBC vorsehen.

Andere britische öffentlich-rechtliche Sender wie ITV und Channel 4 bieten seit langem Werbeunterbrechungen an, was es den Zuschauern erleichtern könnte, diese Option zu akzeptieren (im Gegensatz zu einem vollständigen BBC-Abonnementdienst).

Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die durch Werbung generierte Finanzierung allein ausreicht, um die umfangreiche Liste der Dienste des Senders aufrechtzuerhalten, während viele Kommentatoren auch befürchten, dass die Umstellung auf dieses Modell die BBC dazu zwingen würde, High-End-Programmleistungen zu priorisieren, um mehr zu verkaufen. Anzeige

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Direkte staatliche Förderung

Eine mögliche dritte Option könnte darin bestehen, dass die Regierung die BBC direkt durch Zuschüsse finanziert.

Länder wie Australien haben gezeigt, dass ein solches Modell tragfähig ist, auch wenn es bedeutet, dass die BBC jederzeit auf Geheiß der Regierung stehen würde.

Daher könnte sich die Höhe der Finanzmittel, die die BBC erhält, alle paar Jahre ändern, während die Verpflichtung des Senders zur redaktionellen Unabhängigkeit auch untergraben werden könnte, wenn bestimmte Programme von seinen Gönnern in Frage gestellt werden.

Könnten die Lizenzgebühren doch bestehen bleiben?

Natürlich ist es möglich, dass die Lizenzgebühren auch nach dem Auslaufen der Royal Charter im Jahr 2027 bestehen bleiben.

Fünf Jahre sind eine lange Zeit und bis zum Erreichen dieses Endpunkts im Jahr 2027 könnte sich noch viel ändern. Es könnte einen neuen Staatssekretär für Digital, Kultur, Medien und Sport, eine Umbildung der Ministerien oder eine andere Übergangsregierung geben. Daher ist es unwahrscheinlich, dass die Haltung der Regierung gegenüber der BBC und der besten Vorgehensweise im Hinblick auf ihre Finanzierung in den kommenden Jahren unverändert bleiben wird.

Wenn es einen großen Aufschrei von Zuschauern und Zuhörern über mögliche Auszahlungsänderungen gibt, könnte dies auch die zukünftige Währungsstrategie beeinflussen.

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