Google verbietet endlich Stalkerware-Apps, aber es könnte immer noch ein Problem geben

Google verbietet endlich Stalkerware-Apps, aber es könnte immer noch ein Problem geben

Google hat eine Aktualisierung der App-Marktplatzregeln des Play Store bekannt gegeben, die angeblich sogenannte „Stalkerware“-Apps dauerhaft verbieten soll. Nach einem weltweiten Aufschrei hat das Unternehmen beschlossen, Spionage-Apps zu blockieren, die es Dritten ermöglichen, die Geräte eines Opfers zu überwachen, einschließlich seines Standorts und der Informationen, auf die es online zugreift. Jüngste Untersuchungen haben ergeben, dass Hunderte dieser Dienste über den Google Play Store zum Download verfügbar sind und es Benutzern ermöglichen, ihre Familien, Partner, Kinder oder sogar Fremde auszuspionieren. Diese Apps bleiben auf den Geräten der Opfer oft unbemerkt, was bedeutet, dass sie äußerst schädlich und schwer zu entfernen sein können.

Stalkerware-Verbot

Die Neuigkeit wurde in einer Aktualisierung der Entwicklerprogrammrichtlinie von Google bekannt gegeben, in der das Unternehmen erklärte, dass vom Nutzer jeder App, die ihn verfolgt und seine persönlichen Daten an ein anderes Gerät sendet, eine „angemessene Benachrichtigung oder Zustimmung“ eingeholt werden muss. Diese Apps müssen außerdem eine „permanente Benachrichtigung“ anzeigen, die darauf hinweist, dass die Aktionen des Benutzers in Zukunft verfolgt werden. Die neuen Regeln, die voraussichtlich am 1. Oktober nach einer Übergangsfrist in Kraft treten, damit Entwickler Änderungen vornehmen können, zielen darauf ab, alle Apps, die diese Updates nicht durchführen, zu sperren und sie aus dem Play Store zu blockieren. Allerdings weist Google darauf hin, dass es einige „akzeptable Formen“ solcher Apps gibt, vor allem für Eltern, die den Aufenthaltsort ihrer Kinder verfolgen sollen. „Nur konforme Apps, die ausschließlich für die elterliche (einschließlich Familien-)Überwachung oder Unternehmensverwaltung entwickelt und vermarktet werden, können im Play Store mit Tracking- und Berichtsfunktionen vertrieben werden“, stellte Google fest. Dies bedeutet, dass Stalkerware-Hersteller ihre Apps einfach aktualisieren und neu gestalten könnten, um sie gezielt an Eltern zu richten, während Kriminelle oder Täter die Dienste weiterhin wie bisher nutzen könnten. Google hat bereits im Juli eine aktualisierte Werberichtlinie veröffentlicht, die es Anbietern untersagt, ohne Zustimmung für Produkte zu werben, die der Verfolgung oder Überwachung einer anderen Person dienen. Das Unternehmen hat betroffenen Organisationen eine Frist bis zum 11. August gesetzt, um die beleidigenden Anzeigen zu entfernen. Ein Avast-Bericht ergab, dass die Online-Nutzung von Spionage-Apps und Stalkerware während der Sperrfrist weltweit um 51 % zugenommen hat. Über ZDNet